Tuesday, May 23, 2006

Labour Day

Ja, was ihr am 1. Mai gefeiert habt, das haben wir heute gefeiert, obwohl ich zugeben muss von den "Feiern" nichts mitbekommen zu haben. Heute habe ich den Tag nach einer langen Nacht zu Hause (großteils im Bett) verbracht und bin nur zum Abendessen zum BurgerKing gefahren. An den Feiertagen habe die meisten anderen Restaurants geschlossen.

Gestern gab es allerdings Streetmusik vom feinsten in Mandeville. Es war zwar nicht die Hölle los, aber meine 2 Begleiterinnen waren definitiv the queens of the danceflor. Angefangen hats mit den ältesten Reagge Scheiben die ich je gehört habe, alles auf Vinyl und mit einem schönen Hintergrundrauschen und Knaksen, wie es sich bei den alten Platten so gehört. Nach vielen für mich unbekannten aber trotzdem mitreißenden groovigen Nummern gelangte der DJ über Jimmy Cliff und Bob dann zum modernen Dancehall, bei dem "meine" Mädels dann ganz ausgeflippt sind. Schade dass es immer zu dunkel zum Filmen ist, aber wahrlich ich sage euch, das ist eine Augenweide.

Morgen gehts aber wieder zur Arbeit, da is Schluss mit lustig :-)

PS: hat von euch schon jemand "das Sakrileg" gesehen? ist das empfehlenswert?

Tuesday, May 16, 2006

One Red Stripe for the road

Vor ein paar Tagen fahre ich von der Arbeit heim auf einer gut ausgebauten 3! spurigen Straße, wo eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80-100 km/h üblich ist, abgesehen von LKWs die plötzlich mit 20 km/h vor dir "stehen", biege um eine Kurve und plötzlich parken links und rechts an der Straße hunderte Autos und LKWs. Ich reduziere mein Tempo fahre langsam weiter und die parkenden Autos stehen immer dichter, ich hatte sogar den Eindruck dass die Autos hier organisiert als Schrägparker abgestellt wurden. Da muss wohl ein Volksfest stattfinden, denke ich mir und bemerke dass jeder 2te Pasant zu Fuß ein bis 2 Kisten "Red Stripe" -das ist das hießige Bier- mit sich trägt. So kurble ich das Fenster runter und frag einen Typen, " is the red stripe for free today?" und er meint drauf mit einem großen smile, "yah man". Also muss da wohl wirklich ein Volksfest sein denk ich mir, aber dass die Bier verschenken kommt mir ein bißchen komisch vor. Als ich genauer hin schaue merke ich, dass manche Leute mit leeren red stripe Kisten daher kommen - die sind wohl zu pät gekommen, dann brau ich auch nicht mehr aussteigen :-) . Dann biege ich um die nächste Kurve und mir kommt die Erleuchtung. Polizei und Feuerwehr stehen auf der Straße und neben der Straße am Rand der Böschung spechteln 100e Menschen freudig den Abhang hinunter. Ich wollte nicht stehen bleiben und ebenso schaulustig sein, aber am nächsten Tag hab ichs nicht lassen können, und hab angehalten um nachzuschaun, und sah das:




Ihr könnt euch vorstellen was passiert ist:
Da is ein ganzer Laster beladen mit Red Stripe die Böschung hinunter gerasselt, wahrscheinlich wegen Bremsversagen oder einfach weil der Fahrer den Laster mit einem Formel 1 Wagen verwechselt hat. Wie das so üblich ist in Jamaica laufen bei jedem Unfall sehr viele Leute zusammen und die sehen dann das Bier - Paradies vor sich und greifen zu, jeder so viel wie er tragen kann. Und wenn die Flaschen zerbrochen sind, kann man wenigstens für die Kiste noch den Einsatz zurückbekommen.
Im Bild sehr ihr noch die restlichen (zerbrochenen) roten Kisten und ein paar Planken von der Verkleidung der Ladefläche, der Laster selbst wurde schon weggeräumt.
:-) :-) :-)

Watch out for flying Red Stripe

Wednesday, May 03, 2006

De Orbeit...

ka problem i schreib eich a gern was über de hockn:

Am Montag schau i am Weg von Kingston noch geschwind im National Water Commission (NWC) office in May Pen vorbei (dort komm ich nur sehr selten vorbei) um neue Daten für unsere Analyse der Kundendatenbank zu bekommen (die brauchen wir um zu berechnen wo die massigen Wasserverluste eigentlich hin laufen - z.B. Hausanschlüsse ohne Zähler, illegale Hausanschlüsse...). Zufällig laufe ich dem Area Manager (Chef der NWC des Bundeslandes) über den Weg, dem ich vor Monaten in den Ohren gelegen bin, dass er neue Kunden im Projektgebiet akquirieren soll, z.B. jemanden hin schicken um Anträge für Hausanschlüsse entgegenzunehmen. Passiert ist in der ganzen Zeit nix. Er fragt mich dann einfach so: " What is the situation now with the house connections?" -- ??? bomb --- excuse me, that's what I should ask you!!! - danke für die Mitarbeit. So ein fauler Sack! Er arbeitet schließlich bei NWC und je mehr Kunden er hat, desto mehr Kohle kommt auch herein, aber des is anscheinend ganz wurscht, weil des Arbeit bedeuten würde.
Die Leute hätten am liebsten, dass wir hier alles machen, und wenn kein Rubel herausschaut, dann ist es eh uninteressant. Es gibt glücklicherweise auch ein paar Ausnahmen, die motiviert sind, aber das sind leider wenige.
Aber wir bemühen uns weiter, dass wir hier was auf die Beine stellen, und klein klein gelingt das auch.
Freut euch auf mehr Schilderungen von der Arbeit!

Monday, May 01, 2006

Wha happn?

1. Mai ist hier ein ganz normaler Montag. Am Morgen in die Arbeit, heute war Büroaction in Kingston am Programm. Zum Glück ist das Schlafzimmer gleich hinter dem Büro, sonst hätte ich keine 5 Stunden Schlaf gehabt, denn mit Ingo und Jochen gibts jo kaum ein Heim gehen, besonders am letzten Abend nicht.
Am Nachmittag sind die Herren dann in den Flieger gestiegen, was sie selbst wohl kaum glauben konnten. Danke noch mal für die schöne Zeit!!!
Das Wochenende haben wir in Treasure Beach verbracht. A Traum zum relaxn, so gmiatlich dass man sich sogar mitten in der Nacht mit einem Vollrausch auf die Straße trauen kann ohne Angst haben zu müssen erschossen oder überfahren zu werden. (vielleicht a bissal übertrieben) :-)
Einer der Höhepunkte war um 7 in dr Früh bei Sonnenaufgang Schach zu spielen und auch noch zu gewinnen, gegen denjenigen der auf die Frage: Spiel ma Schach? - lapidar antwortet: "Na, weil da verlierst nur." Vor lauter Freude hab ich dann ein paar Saltos im morgendlich, spiegelglatten Meer machen müssen. Das Leben ist schön in solchen Momenten.

Wer schon keinen Strand mehr sehen kann sollte nicht weiter scrollen!
ciao




Ohne Worte!
(Danke Jochen für die Fotospende)

Die andere Seite der Bucht in der Morgensonne